HISTORICAL Paris (1994)

In winter 1994, Michael Nguyen took a trip to Paris with a friend, which was an old Nikon. Paris, as we all know, is constantly full of tourists, full of life. But at that time, he did not portray Paris as the city always is but as how he felt it. Or exactly how he felt himself inside: deserted, lonely and melancholic. In 1996, after water damage in the basement of his house, many negatives of this series along with others from the years 1989 to 1996 were damaged. Michael Nguyen thought they could never be recovered. However, somehow a friend still kept them. In March 2018, he gave Michael these negatives to encourage him to make art again when Michael was suffering from depression. Restoration them, reconstructing himself. Michael spent months restoring the negatives, scanning them with a cheap digital scanner. Then he gave the Paris photos partly with a sepia tone not only to cover the damaged parts but also to give them a nostalgic feel. And now, in 2018, they are historical but still have an unlikely charm. They are made to look like paintings.

The poet and photographer Michael Nguyen shows, in his in -1994- created series pictures of off-the-beaten-path spots in the French capital. The paths lead through narrow streets, past small cafés, past squares decorated with sculptures, lets us pause in front of shop windows of small shops or house entrances. This photo series has an unlikely charm, which is in 2019 considered as already historical. Michael Nguyen takes with his works a refreshing path away from the mainstream.

 

Im Winter 1994 unternahm Michael Nguyen mit einem Freund eine Reise nach Paris, einer alten Nikon. Paris ist, wie wir alle wissen, ständig voller Touristen, voller Leben. Aber zu dieser Zeit porträtierte er Paris nicht so, wie die Stadt immer ist, sondern so, wie er es empfand. Oder wie er sich innerlich fühlte: verlassen, einsam und melancholisch. 1996, nach einem Wasserschaden im Keller seines Hauses, wurden viele Negative dieser und anderer Serien aus den Jahren 1989 bis 1996 stark beschädigt. Michael Nguyen dachte, sie wären im Müll gelandet, aber ein Freund hatte sie gerettet und aufbewahrt. Im März 2018 gab er Michael diese Negative, um ihn zu ermutigen, wieder Kunst zu machen, da Michael an einer schweren Depression erkrankt war. Die Negative wiederherzustellen, sich selbst zu erneuern. Michael verbrachte Monate damit, die Negative zu restaurieren und sie mit einem billigen Digitalscanner zu scannen. Dann gab er den Pariser Fotos teilweise einen Sepiaton, nicht nur, um die beschädigten Stellen abzudecken, sondern auch, um den nostalgisches Touch etwas zu verstärken. Und jetzt, im Jahr 2018, sind sie historisch, haben aber immer noch mit einen unwahrscheinlichen Charme. Jetzt sind die Bilder fotografische Gemälde.

Der Dichter und Fotograf Michael Nguyen zeigt in seiner 1994 entstandenen Serie Bilder von abgelegenen Orten in der französischen Hauptstadt. Die Wege führen durch enge Gassen, vorbei an kleinen Cafés, vorbei an mit Skulpturen geschmückten Plätzen, lassen uns vor Schaufenstern von kleinen Geschäften oder Hauseingängen innehalten. Diese Fotoserie hat einen ungewöhnlichen Charme, die 2019 als bereits historisch betrachtet wird. Michael Nguyen nimmt mit seinen Arbeiten einen erfrischenden Weg weg vom Mainstream.